Weichzeichner

All jene Effekte, die zur gezielten Bildgestaltung eine in gewissem Sinne verschwommene, also eine nicht scharfe Abbildung anstreben, werden in der Fotografie als Weichzeichnung verstanden. Verwendete Objektive, die derart konstruiert sind, um eine Weichzeichnung herbeizuführen, bezeichnet man als Weichzeichner. Während manchen Epochen in der Geschichte der Fotografie, wie beispielsweise in der Zeit zu Beginn des 20. Jahrhunderts, sah man dies als bewusste Abkehr von der naturalistischen Darstellungsweise scharfer und akribisch genauer Aufnahmen an.

Mit folgenden Mitteln kann eine Weichzeichnung einfach erzielt werden: Es gibt weichzeichnende optische Filter, die in die Kategorie der Effektfilter fallen, die auf ein Objektiv geschraubt werden können, weiters gibt es weichzeichnende, also bewusst unkorrekt gerechnete, Objektive und außerdem kann mit Hilfe der elektronischen Bildbearbeitung Aufnahmen durch die Verwendung von Filtern schnell und einfach weichgezeichnet werden, diesen Vorgang nennt man Weichzeichnen, dies ist der Oberbegriff für Veränderungen am Bild, die die Schärfe des Bildes herabsetzen.

Folgende Objektive sind beispielsweise weichzeichnend: Rodenstock Imagon-Objektive und Objektivköpfe mit austauschbaren Siebblenden, Sima 2/100 mm Objektiv mit austauschbaren Siebblenden, das Minolta Variosoft-Objektiv 2,8/85 mm, das eine stufenlos variable Weichzeichnung erlaubt, das Canon EF 135 mm 1:2.8 Softfocus, das zwei (abschaltbare) Weichzeichnungsstufen hat. Außerdem erwähnenswert ist das Seiboldsche Dreamagon-Objektiv mit Spaltsegmentblende (4/90 mm).

 
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