Studioblitzanlage

Bei der Studioblitzanlage handelt es sich um die professionelle Variante des Blitzgeräts, sie wird zur gesteuerten Ausleuchtung von Objekten für Studioaufnahmen verwendet. In der Regel bestehen Blitzanlagen aus drei Teilen: dem Blitzgenerator, dem Blitzkopf (auch Lampenkopf genannt) und dem Lichtformer. Meist kommt noch ein Stativ, auf dem die Blitzköpfe montiert werden, ein Blitzsynchronkabel und ein Funkauslöser dazu.

Der Blitzgenerator wandelt die benötigte Energie aus dem Netzstrom in Kondensatoren in höhere Spannung (etwa 500 Volt) um und speichert diese. Beim Auslösen wird sie mit Hilfe der Steuerelektronik an den Blitzkopf in der gewünschten Menge abgegeben. Dort wird durch Gasentladung der Strom in Licht umgewandelt. Meistens steht noch ein Dauerlicht – Einstell- oder Pilotlicht – zur Verfügung, damit die Charakteristik des Lichts des verwendeten Lichtformers besser beurteilt werden kann. Lichtformer werden am Lampenkopf angebracht, um verschiedene Lichtcharaktere zu erzeugen, dabei handelt es sich beispielsweise um Normal-, Weitwinkel- oder Parabolreflektoren, Lichtwannen mit einem Stoffdiffusor. Generator und Lampenkopf sind bei "Kompaktgeräten" in einem Gehäuse vereint.

Die Farbtemperatur, Lichtmenge und Abbrennzeit lässt sich bei modernen Studioblitzanlagen einzeln regeln. Zudem werden nach Ausschalten der Anlage die Kondensatoren wieder entladen, da die gespeicherte elektrische Energie ansonsten über mehrere Wochen hinweg gespeichert bleiben kann, was beim Öffnen der Blitzgeneratoren nicht ungefährlich ist.

 
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