RetuscheMan spricht von Retusche (aus dem Französischen retouche = Nachbesserung), wenn man nachträglich ein Foto verbessert bzw. verändert. Dies geschieht manuell – sowohl im digitalen als auch im analogen Bereich der Fotografie –, wobei das gesamte Bild, einzelne Bildbereiche oder Bildpunkte verändert werden können. Dieser Begriff wird in der Fotografie, in der digitale Bildbearbeitung, aber auch in der Optik oder Archäologie verwendet. Bei der analogen Retusche unterscheidet man beispielsweise die Schab- und Pinselretusche. Bei der Schabretusche wird mit Hilfe eines Skalpells die Farb- oder Silberschicht eines Bildes entfernt, um so störende Bereiche zu entfernen, dabei hängt das Ergebnis von der Fertigkeit des Retuscheurs ab, oft kombiniert man diese Art der Retusche mit der Pinselretusche, dabei wird mit sehr feinen Pinseln und einer geeigneten Farbe das analoge Bildmaterial übermalt, es findet ein Einfärben, keine deckende Bemalung der Bildteile statt, auch hier hängt das Ergebnis vom Retuscheur ab. Früher wurden oft Marderhaarpinsel und Eiweißlasurfarben eingesetzt. Bei der digitalen Kopierretusche werden beispielsweise einzelne Bildteile kopiert und dann auf andere Bildelemente übertragen, dabei können die Stärke, aber auch andere Kriterien der Kopie selbst bestimmt werden. Im Rahmen der Pinselretusche werden mit einer Farbe Bildelemente übermalt, auch hier können die Deckkraft und weitere Kriterien selbst bestimmt werden. Es geht bei der Retusche darum störende Elemente, wie Schmutz oder Flecken, zu entfernen oder eine Veränderung der Schärfe herbeizuführen. Heute ist die Fotomanipulation ein wichtiges Schlagwort im Bereich der modernen Fotografie. |