Polfilter

Licht wird nach Reflexion an elektrisch nicht leitenden Stoffen (Wasser, Glas, Gräser, Blätter etc.) unter einem bestimmten Reflexionswinkel polarisiert, was bedeutet, dass es nur in einer Ebene schwingt. Ein Polfilter vor dem Objektiv bewirkt, dass das Licht nur in einer Schwingungsebene durchgelassen wird. Durch die passende Drehung des Polfilters (Wasser etwa 37°, Glas etwa 32°) wird das polarisierte Licht mit dem Polfilter ganz ausgeschaltet oder abgeschwächt: Dies ermöglicht, dass man durch Wasseroberflächen oder Schaufensterscheiben hindurch fotografieren kann. Außerdem werden senkrecht zur Richtung der Sonnenstrahlen die Spiegelungen an Gräsern und Blättern unterdrückt, dadurch kommen die Grundfarben stärker zur Geltung, ebenso wird das Himmelsbau dunkler und viel intensiver.

Prinzipiell unterscheidet man bei Polfiltern zwei unterschiedliche Ausführungen: Es gibt lineare und zirkulare Polfilter, wobei gilt, dass die Wirkung vergleichbar ist. Zirkulare Polfilter benötigt man, wenn beim Kamerasystem mit einer Innenlichtmessung das Licht über Spiegel und Strahlenteiler geleitet wird, dabei wird zum Teil schon polarisiert, wie das beispielsweise bei allen Autofokus-Kameras der Fall ist. Verwendet man hier lineare Polfilter, so können Fehlmessungen auftreten. Ein zirkularer Polfilter hat in seinem Aufbau zusätzlich eine Verzögerungsfolie, welche bewirkt, dass das polarisierte Licht in eine Rotation versetzt wird und so ohne Probleme ungehindert die Messsysteme der Kamera passieren kann. Zirkulare Polfilter können auch für Autofokusobjektive verwendet werden.