MakroobjektiveEin spezielles Wechselobjektiv, das auch bei einem besonders geringen Objektabstand verwendet werden kann und dabei ermöglicht, einen besonders großen Abbildungsmaßstab zu erzielen, wie beispielsweise 1:2 (die Abbildung auf dem Sensor bzw. auf dem Film ist halb so groß wie das Objekt selber) oder 1:1 (das Objekt wird in Originalgröße auf dem Sensor/Film abgebildet), bezeichnet man als Makroobjektiv. Dabei spricht man von der Makrofotografie. Wenn der effektive Abbildungsmaßstab eines Wechselobjektivs nicht bekannt ist, kann man diesen mit Testaufnahmen bestimmen: So wird ein Objektiv ab einem Abbildungsmaßstab von 1:4 als ein makrofähiges Objektiv bezeichnet. Unabhängig davon ob es sich um ein Zoomobjektiv oder eine Festbrennweite handelt, erzielen normale Objektive einen maximalen Abbildungsmaßstab von 1:7 bis 1:9. Prinzipiell sind Fotoobjektive für die Abbildung von unendlich weit entfernten Objekten gebaut, daher wird zur Abbildung von Objekten in endlicher Entfernung lediglich das Objektiv von der Bildebene entfernt, dabei sinkt die Abbildungsleistung deutlich und bildfeldabhängige Fehler – Verzeichnung beispielsweise – nehmen zu, dies führt außerdem zu starker Randunschärfe und begrenzt den Objektabstand, um ein brauchbares Ergebnis zu erhalten: Dementsprechend zeichnet sich ein echtes Makroobjektiv dadurch aus, dass es so konstruiert wurde, dass beste Abbildungsleistungen bei endlichen Objektabständen erzielt werden können. Meist verfügt ein Makroobjektiv über eine kleinere Anfangsöffnung, also über eine höhere Blendenzahl, als ein Normalobjektiv, so werden Bildfehler reduziert und die Schärfentiefe, die umgekehrt mit der Objektentfernung sinkt, erhöht. |