Fotomontage

Bei der Fotomontage handelt es sich um eine spezielle Form der Collage. Fotomontagen bestehen zur Gänze oder zum großen Teil aus Fotografien oder Teilen und den so genannten objets trouvés. Der Hauptzweck der Fotomontage war früher oftmals die Satire, was auch heute teilweise noch gilt. Ursprünglich stammt der Begriff aus dem Umfeld der industriellen Revolution, er ist eine bewusste Anlehnung an die Turbinen- bzw. Maschinenmontage. Bei der Fotomontage werden (fotografische) Aufnahmen unterschiedlichster Art von dem Autor der Montage selbst angefertigt, damit diese für die Ausführung der Bildidee verwendet werden können. So definierte die bekannte Fotomontagekünstlerin Stepanova 1928 die Fotomontage als "Kombination und Zusammenbau von ausdrucksstarken Momenten einzelner Fotografien".

Die Fotomontage selbst hat ihre Ursprünge im Dadaismus der 20er-Jahre und initiierte damals eine Art visueller Anarchie. In den 30er Jahren erfolgte im Surrealismus eine intensive Auseinandersetzung mit der Fotomontage, hier ist der Name John Heartfield im Bereich der politisch-satirischen Fotomontage zu nennen. Auch im Bereich der Werbung setzte sich die Fotomontage durch, das gilt bis heute. Aufgrund der Entwicklung der digitalen Bildbearbeitung werden Fotomontagen häufig auch als fotorealistische Bilder herausgearbeitet. Zudem findet die Fotomontage oft im Zusammenhang mit politischer Propaganda oder der Karikatur Anwendung. Auch im wissenschaftlichen Bereich werden Fotomontagen verwendet, um künftige Entwicklungen anschaulich darzustellen.