Fisheye

Der Begriff Fisheye stammt aus dem Englischen, das Fisheye-Objektiv wird auch fishey-lens oder im Deutschen Fischauge genannt. Es ist ein spezielles Objektiv, das verglichen mit der Größe des Bildformates eine sehr kurze Brennweite hat. Das bedeutet, dass seine Projektionsweise – im Gegensatz zu gewöhnlichen Nicht-Fisheye-Objektiven - nicht gnomonisch ist, das heißt: Es verzeichnet. Dies bewirkt, dass gerade Linien, die nicht in der Bildmitte verlaufen, gekrümmt abgebildet werden, die Verzeichnung ist dabei extrem tonnenförmig. Flächenverhältnisse werden jedoch meist getreuer abgebildet als ein konventionelles Weitwinkelobjektiv, das nicht verzeichnet.

Das Fisheye-Objektiv verfügt in der Bilddiagonale über einen sehr großen Bildwinkel von 180°, manchmal bis zu 220°. Dieser steht im Zusammenhang mit der kurzen Brennweite und der besonderen Projektionsweise. Der Helligkeitsabfall in Richtung Bildrand lässt sich allerdings trotz des extrem großen Bildwinkels sehr leicht korrigieren, da sich der Maßstab der Abbildung zum Bildrand hin verkleinert und sich somit das Licht auf eine kleinere Fläche konzentriert.

Die Bildwirkung entspricht dem Namen des Objektives: Wie bereits erwähnt sind beim Fisheye-Objektiv alle geraden Linien, die nicht durch den Mittelpunkt des Bildes laufen, gekrümmt, was dem Bild entsprechen soll, welches ein Fisch vor sich hat, wenn er von unten durch die Wasseroberfläche schaut. Derartige Objektive eignen sich vor allem für Effektbilder oder Panoramaaufnahmen (von Landschaften); als praktisch erweist sich der Einsatz auch für Aufnahmen in Gebäuden, wenn es beispielsweise um die Abbildung eines ganzen Raumes geht. Es gilt allerdings zu bedenken, dass ein zu häufiger Einsatz den Effekt rasch abnutzt und den Betrachter ermüden kann.

 
Fotoseiten Fototexte Sonstiges Impressum