Farbtemperatur

Bei der Farbtemperatur handelt es sich um ein Maß im Zusammenhang mit dem Farbeindruck einer Lichtquelle. Man definiert diese als die Temperatur, auf die man einen schwarzen Körper erwärmen/aufheizen muss, damit er Licht in der gleichen Farbe abgeben kann. Kelvin (kurz: K) ist die Bezeichnung für die Einheit der Farbtemperatur. So kann die Qualität des Lichts, das Lichtquellen mit der gleichen Farbtemperatur – diese nennt man metamere Lichtquellen – abstrahlen, allerdings sehr unterschiedlich sein. Metameres Licht weist beispielsweise ein kontinuierliches Spektrum auf – wie Glühbirnen -, kann sich aber auch auf ein paar so genannte Spektralbänder beschränken, wie dies bei Flachbildschirmen und Energiesparlampen der Fall ist. Um die Qualität einer Lichtquelle zu definieren, verwendet man den Farbwiedergabeindex. Vom Ausdruck Farbtemperatur abzugrenzen sind die Begriffe kalte und warme Farbe, diese liegen dem Kalt-Warm-Kontrast zugrunde.

Im Bereich der Fotografie ist die Wahl der richtigen Farbtemperatur deshalb wichtig, um ein Motiv in den korrekten Farben aufzunehmen, damit es dem natürlichen Seheindruck entsprechen kann. So beträgt die internationale Norm für mittleres Sonnenlicht, vor- und nachmittags, 5.500 Kelvin, dementsprechend sind beispielsweise Tageslichtfilme sensibilisiert. In der Digitalfotografie erfolgt die Regelung der Farbtemperatur über den Weißabgleich, dieser kann von der Kamera auch automatisch durchgeführt werden. Bei der Aufnahme im RAW-Format kann die Farbtemperatur ohne Qualitätsverluste im Nachhinein korrigiert werden.