BlendeDie Blende (im Englischen aperture "Öffnung", vom Lateinischen aperire "öffnen"), kann normalerweise mechanisch eingestellt werden. Sie dient der Regelung des Lichteinfalls durch das Objektiv, meist wird sie als Lamellenblende, auch als Irisblende bezeichnet, ausgeführt; dabei verschieben sich die kreisförmig platzierten Lamellen-Bleche so ineinander, dass der Lichtdurchlass weiter oder enger wird und dementsprechend das einfallende Lichtbündel größer oder kleiner wird. Die Blende ist für zwei Funktionen zuständig: Zunächst ist sie für die Steuerung der Stärke der Beleuchtung des Fotopapiers, Films oder Bildsensors zuständig, hier gilt: Je größer die Blendenzahl, desto weniger Licht dringt durch das Objektiv. So lässt beispielsweise der Blendenwert 5,6 weniger Licht durch das Objektiv als die Einstellung 2,8. Die Belichtung wird so in Verbindung mit der Belichtungszeit geregelt. Außerdem kann mit der Blende aufgrund ihrer ringförmigen Abschattung die Schärfentiefe beeinflusst werden. Hier gilt: Mit kleinerer Blendenöffnung, also größerer Blendenzahl, verringert sich nicht nur die wirksame Lichtmenge, sondern auch der Unschärfekreis wird durch den spitzeren Lichtkegel verringert. Das bedeutet, dass sich der Bereich des Motivs, der als scharf erscheint, vergrößert. Beim Schließen der Blende nimmt die Schärfentiefe (der Bereich der scharfen Abbildung) also zu. Demzufolge gilt also, die Schärfentiefe ist umso größer, je größer die Blendenzahl, umso kleiner die Blendenöffnung ist. Je kleiner die Schärfentiefe ist, desto kleiner ist die Blendenzahl, umso größer also die Blendenöffnung. |